| Internationale Deutsche Jugendmeisterschaften bleiben 2010 in Berlin |
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Die größte internationale Tennisveranstaltung in der Hauptstadt bleibt für 2010 in Berlin erhalten. Auch im kommenden Juli werden wieder die besten jugendlichen Tennisspieler aus aller Welt beim LTTC „Rot-Weiß“ bei den Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften aufschlagen. Es war ein großes Glück, dass der Deutsche Tennis Bund im vergangenen Jahr diese Meisterschaften auf Dauer hierher vergeben hat, gerade auch in einer Situation, in der Berlin Gefahr lief, nach dem Wegfall der „Qatar German Open der Damen“ ganz aus dem Focus des weltweiten Tennisgeschehens zu verschwinden. Mit der Einstufung in „Grade 1“ des Turnierkalenders der International Tennis Federation wird das Turnier weiterhin direkt hinter den vier Grand Slam Turnieren folgen. Sicherlich hat auch dieser Umstand wesentlich dazu beigetragen, dass ein Großteil der bisherigen Sponsoren bereits jetzt ihre Unterstützung für die „airberlin german juniors 2010“ wieder zugesagt haben, allen voran der Titelsponsor, die Fluggesellschaft airberlin, die dem Turnier seit 2004 die Treue hält. Zusammen mit der Förderung durch den Senat von Berlin, den Landessportbund Berlin und den Tennis Verband Berlin-Brandenburg ist damit der Grundstein für die Finanzierung des ca. € 90.000 Etats gelegt. Mit „Berlin Tourismus Marketing“ wurde bereits ein neuer Sponsor gewonnen und mit weiteren potentiellen Sponsoren und Förderern werden aussichtsreiche Gespräche geführt.Keine Frage, dass die Organisatoren sich Gedanken darüber machen, wie es gelingen kann, die Veranstaltung noch mehr zu einem Treffpunkt der Berliner Tennisgemeinde zu machen. Hierbei stehen vor allem zwei Ansätze im Vordergrund: Die Attraktivität für die Zuschauer soll durch einen besseren Service gefördert werden und die mediale Wahrnehmung muss erhöht werden. Für den ersten Punkt gehen die Überlegungen in Richtung eines Aufbaus einer kleinen Zeltstadt mit Verkaufs- und Bewirtungsständen. In einem kleinen Umfang könnte damit erreicht werden, dass die Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften an der Hundekehle künftig wieder ein Treffpunkt für die Tennisfans aus den Berliner Vereinen werden, so wie es die „German Open der Damen“ über viele Jahre waren. Im medialen Bereich wird es aller Voraussicht nach in 2010 einen Medienpartner geben (eine große Berliner Tageszeitung), die das Turnier mit täglichen Berichten begleiten wird. Um eine noch weitere Verbreitung, auch über den Berliner Rahmen hinaus, zu erreichen, sind Verhandlungen im Gange, die letzten beiden Turniertage im Internet TV zu präsentieren, was weltweit zu empfangen wäre. Zu hoffen ist, dass die Berliner Tagespresse ihre bisher gepflegte Zurückhaltung aufgeben wird und eine ausführlichere Berichterstattung über die Veranstaltung leistet. Seit dem Wiederbeginn des Turniers 2001 haben zwar nicht mehr Spieler wie Borg, Graf und Becker das Turnier gewonnen; später im Damen- und Herrentennis sehr erfolgreiche Teilnehmer waren aber allemal darunter. Gedacht sei dabei z. B. an unsere Berlinerin Sabine Lisicki, die 2004 den Doppeltitel gewann und die 2009 auf das bisher erfolgreichste Jahr ihrer Karriere zurückblickt. Der Sieg in Charleston und das Viertelfinale in Wimbledon haben sie knapp an die Top 20 der Weltrangliste gebracht. Vor wenigen Tagen stand Sara Errani (Siegerin 2004) als Mitglied der siegreichen Fedcup Mannschaft Italiens in den Schlagzeilen. Als beste Weltranglistenplatzierung wurde sie in diesem Jahr auf Platz 31 geführt. Anna-Lena Grönefeld ist ein weiteres Beispiel für die Klasse des internationalen Berliner Jugendturniers. Die Siegerin von 2001 hat immerhin bereits 11 WTA Turniersiege im Einzel und Doppel auf ihrer Rekordliste und eine höchste Weltranglistenplatzierung von Nr. 14. Ihre damalige Endspielgegnerin, die Russin Maria Kirilenko, gewann bis jetzt 5 WTA Turniere und stieg bis auf Nr. 18 der Rangliste. Eine Platzierung unter den Top 50 kann auch die junge Schweizerin Timea Baczinsky (Siegerin in Berlin 2002) vorweisen sowie zwei Turniersiege auf der WTA Tour. Viele später erfolgreiche Teilnehmer könnten noch genannt werden. Erwähnt werden soll hier aber nur noch Kevin Krawietz. Wenige Tage nach seinem diesjährigen Erfolg in Berlin spielte er in der ersten Runde des Herrenturniers am Hamburger Rothenbaum gegen den tschechischen Daviscupspieler Jan Hernych und unterlag in knappen drei Sätzen. Ein besseres Beispiel zum Verdeutlichen des hohen Leistungsstandards der besten Jugendlichen gibt es wohl kaum. Jugendturniere von der Qualität der „airberlin german juniors“ sind für die „Top Junioren“ der Welt quasi der letzte Leistungstest vor dem Beginn ihrer Karriere im Profitennis. Wer sich hier durchsetzen kann, hat die besten Chancen, auch auf der WTA- und ATP Tour zu bestehen. Wir freuen uns darauf, auch im kommenden Jahr wieder Gastgeber dafür zu sein. Bernd Warneck Turnierdirektor |